engel & helden
Günter Ewertz ist Vorsitzender des Offenen Kanals TV Bitburg
Erschienen am: Samstag, 10 März 2012 - ego Ausgabe 5
„Man ist immer auf dem Laufenden" Damit der Offene Kanal jeden Donnerstag Aktuelles aus Bitburg und Umgebung senden kann, sind sieben ehrenamtliche Mitglieder des Vereins unterwegs. Einer davon ist der pensionierte Lehrer Günter Ewertz, der seit 1997 erster Vorsitzender ist. Filmen war schon immer sein Hobby. Mit Super-8-Kameras und Videos hielt er Familienereignisse und Urlaubserlebnisse in Bild und Ton fest. Ihm gefällt die Gemeinschaft von Gleichgesinnten und natürlich die Technik. Seitdem der Offene Kanal 2010 ins Dachgeschoss der Villa Limbourg gezogen ist, hat sich die technische Ausstattung verbessert. Dazu haben viele Leute und Firmen beigetragen. „Allerdings wissen die wenigsten, dass Schnittplätze und Kameras auch kostenlos genutzt werden können", sagt Ewertz. Durch seine Arbeit weiß Günter Ewertz immer, was in der Stadt los ist. Menschen aus jeder Altersgruppe, die Lust an der Mitgestaltung der Medienlandschaft haben, können sich beim Offenen Kanal melden.
Öffnungszeiten: Mo u. Do 18-21 Uhr
OK TV Bitburg
Tel.: 06561-4343
www.ok-bitburg.de
Programm kann aus der Presse entnommen werden.
Text: Eifelbetty
Elfi Lamberty ist Wirtin aus Bitburg
Erschienen am: Samstag, 10 März 2012 - ego Ausgabe 5
„Ich habe immer wieder neue Menschen kennen gelernt"
Jeder echte Bitburger kennt die Gaststätte „Bei Elfi" in der Mötscherstraße. Sie ist seit 48 Jahren für Generationen ein Begriff. Elfi Lamberty kam durch ihren Ehemann 1964 nach Bitburg, der die Gaststätte „Bei Kurt" betrieb. Damals lief das Kneipenleben noch anders. Schon früh am morgen kamen die Gäste und tranken ihren Kaffee in der Frühstückspause. Die Kneipe galt als Treffpunkt vieler Bitburger, die sich bis heute gerne an die geselligen Stunden bei Elfi erinnern. Jeden Monat gab es einen Grund zum Feiern. Elfi veranstaltete Partys am Freitag den Dreizehnten, zum Maifest und anderen Anlässen. „In dieser langen Zeit sind viele Stammgäste auch Freunde geworden", sagt Elfi. Heute ist das Kneipenleben allgemein ruhiger. Trotzdem ist Elfi für ihre Gäste immer noch da. Sie verwöhnt mit leckeren Schnittchen für zwischendurch und hat immer ein offenes Ohr. Bei Elfi kann jeder Gast bei einem Gespräch den Alltag vergessen. Ein Lächeln kostet nichts, bereichert jene, die es bekommen, ohne denjenigen zu schaden die es verschenken. Die Erinnerung daran bleibt ewig. Das ist Elfis Lebensmotto.
Text: Eifelbetty
Rosi Nieder ist Schriftstellerin aus Herforst
Erschienen am: Samstag, 10 März 2012 - ego Ausgabe 5
„Das Schreiben hilft bei Problemen sehr"
„Mit dem Buch ‚Kai freut sich‘, wollte ich zeigen, dass es kein Weltuntergang ist, ein behindertes Kind zu haben", sagt Rosi Nieder. Als Kai auf die Welt kam, dachte sie erstmal, das Leben bleibe stehen. Während sie lernte, ihre Situation zu akzeptieren, erhielt sie von den Herforstern und anderen eine große Unterstützung. Später half ihr das Schreiben zur Aufarbeitung. „Dabei kommt vieles wieder hoch und es fallen auch mal einige Tränen", erinnert sich Rosi Nieder. Danach konnte sie ihr erstes Buch, das sie 2001 schrieb, ohne Trauer lesen. Die Familie steht voll hinter ihrer Schriftstellerkarriere, die mit kleinen Episoden für ihre Kinder begann. Kai hatte die meisten lustigen Streiche im Kopf. Mit Puppen im Auspuff oder Wasserschüsseln auf Türrahmen sorgte er immer für eine Überraschung. Den Erlös von 800 Buch-Exemplaren stiftete Rosi Nieder an die Lebenshilfe. Mittlerweile sind sechs Bücher erschienen. Die Geschichten beschreiben ihre Nähe zu ihrer Heimat und zu den Menschen. „Es kribbelt so schön" ist ihr neuestes Buch. Darin geht es um Gefühle, Sichtweisen und auch Heimatbezogenheit, die sich im Laufe eines Lebens verändern.
Text: Eifelbetty
Rudolf Altmeier ist Schausteller
Erschienen am: Samstag, 10 März 2012 - ego Ausgabe 5
Der „Mann für alle Fälle" auf dem Weihnachtsmarkt in Bitburg
Die Eltern von heute sind damals schon mit seinem Karussell gefahren. Der Schausteller Rudolf Altmeier kommt aus einer Familie, die seit Generationen in diesem Beruf arbeitet. Mit dem Bedamarkt beginnt die Saison. Dann fährt er bis Oktober mit seiner Frau jede Woche zu einem anderen Festplatz. Altmeier besitzt ein Karussell und zwei Mandelwagen, die er selbst baute. „Wir sind Elektriker, Schlosser und Mechaniker in einem", sagt Altmeier. Reparaturen fallen immer an. Deshalb ist der Mann mit dem freundlichen Lächeln der Problemlöser auf dem Weihnachtsmarkt Bitburg. Da wird auch noch nach Feierabend eine Unterstellhütte gebaut, repariert, gekehrt und nach dem rechten geschaut. Auch wenn ein Arbeitstag schnell mal 12 Stunden hat, ein anderes Leben kann er sich nicht vorstellen. Er ist im Wohnwagen aufgewachsen, ging jede Woche in eine andere Schule. Er freut sich, dass sein Sohn eine Ausbildung macht. Der 45-jährige wird mit seiner Arbeit so schnell nicht aufhören. Er braucht die Freiheit und seine Kollegen auf dem Kirmesplatz, die wie eine große Familie sind. „Ich kann nicht zu Hause sitzen. Ich muss immer etwas zu tun haben", sagt Altmeier.
Text: Eifelbetty
Richard Begon ist Rektor der Hildegardis-Schule in Mettendorf
Erschienen am: Samstag, 10 März 2012 - ego Ausgabe 5
„Die Spenden lassen nach, je weiter der Tsunami wegrückt."
Die 14-jährigen Gastschülerinnen Geethma und Gansi waren drei Monate an der Hildegardis-Schule in Mettendorf. Jetzt fliegen sie wieder zurück in ihre Heimat Sri Lanka. Rektor Richard Begon reist jedes Jahr mit seiner Frau Ruth nach Sri Lanka. „Alle Schüler sind hoch motiviert, das ist ein anderes Unterrichten als in Deutschland", sagt Begon. Angefangen hat alles mit einer Spende nach dem Tsunami 2004. Durch die Lehrerin Annette Streit entstand der Kontakt zu Peter Frauenfeld, der schon 2000 eine Schule in Sri Lanka kaufte. Bis heute hat die Schulgemeinschaft Mettendorf mit vielen Aktionen 108.759,15 Euro gesammelt. Dafür wurde das Projekt 2010 mit dem ersten Preis des Kinderwelten Awards im Bereich Bildung ausgezeichnet. Am Katharina-Shirani-Frauenfeld Kolleg erhalten 900 Kinder, überwiegend Mädchen, an zwei Schulen eine neue Bildungschance. Fast alle möchten später an ihrer Schule unterrichten. Ihr Tag ist von morgens fünf Uhr bis abends um 21.30 Uhr strukturiert. Seit sechs Jahren kommen Gastschülerinnen nach Mettendorf, ehemalige Schüler arbeiten nach dem Abitur ein Jahr lang in Sri Lanka als Lehrer. Für beide Seiten eine nachhaltige Erfahrung.
Spenden:
Förderverein der GHS Mettendorf
Kreissparkasse Bitburg-Prüm
Konto 801 76 34
BLZ 586 500 30
oder Volksbank Bitburg
Konto 330 76 06
BLZ 586 601 01
Text: Eifelbetty
Ingrid Zeimentz ist Küsterin in Fließem
Erschienen am: Dienstag, 01 November 2011 - ego Ausgabe 4
„Ich möchte Kindern ein Zuhause geben“
Ingrid Zeimentz schließt täglich die Kirche auf, bereitet Gottesdienste vor und wäscht die Gewänder der Messdiener und Priester. „An Ostern ist am meisten zu tun, denn in der Fasten- und Adventszeit ist einmal wöchentlich um 6.15 Uhr Andacht und danach Frühstück“, erklärt Ingrid Zeimentz. Eigentlich hatte sie nicht vor Küsterin zu werden, jetzt ist sie schon zehn Jahre dabei. Für viele ist der Beruf als Nebenjob zu bindend. Aber Ingrid Zeimentz war schon immer für andere da.
Sie nimmt seit 1983 Pflegekinder auf, obwohl sie fünf eigene Kinder hat. „Die Idee entstand durch Kontakt zu Kindern aus einem Kinderheim, die an der Kyll zelteten“, erinnert sich die heute 65jährige. Das erste Pflegekind war ein Mädchen von 12 Jahren, das aber nicht lange blieb. Marvin kam 1984 als sechsjähriger in die Familie. Mit 17 Jahren brach er seine Lehre ab und war plötzlich verschwunden. 1988 nahm Ingrid Zeimentz ein 17 Monate altes Baby auf. Steve ist heute wie der eigene Sohn. Ingrid Zeimentz hat erfahren, das es nicht immer einfach ist. Trotzdem nahm sie 2008 wieder ein Pflegekind auf, denn sie möchte Kindern ein Zuhause geben.
Text: Eifelbetty
Gisela Richter und Marlies Hochmuth sind die Trümmerfrauen von Oberweis
Erschienen am: Dienstag, 01 November 2011 - ego Ausgabe 4
„Wir fühlten uns sehr schnell als Oberweiser“
Zwei Frauen aus Düsseldorf kauften 1998 das Bauernhaus Thelepauels aus dem Jahr 1829. Dieses Gebäude war unbewohnbar, weil es seit zehn Jahren leer stand. „Als erstes mussten Dach und Fenster erneuert werden“, erinnert sich Gisela Richter. Im Jahr 2000 konnten sie einziehen und haben das Haus Raum für Raum grundsaniert. Es fehlte an allem. Heizung, Kanalisation und die Wand des Kuhstalls war schon eingestürzt. „Im Laufe der Jahre haben wir 28 Container Schutt aus dem Haus geholt“, sagt Marlies Hochmuth. In ihrem Haus machten sie vieles selbst. Deshalb nennen die Oberweiser die beiden auch „Die Trümmerfrauen“. „Leute aus dem Dorf boten von Anfang an ihre Hilfe an“, sagt Marlies Hochmuth. Heute sind sie ein fester Bestandteil im Dorfleben. Ob Fastnacht oder Adventsfenster, sie sind bei allen Aktivitäten dabei. Das Haus der „Trümmerfrauen“ ist für viele ein Treffpunkt im Dorf geworden. In ihrer Scheune ist aus Hausauflösungen ein ständiger Flohmarkt entstanden. Die Erlöse aus allen Aktionen bekommen Kinder- und Jugendgruppen im Dorf. „Seitdem wir hier wohnen, brauchen wir keinen Urlaub mehr,“ sagen beide mit einem zufriedenen Lächeln.
Text: Eifelbetty
Andreas Port der techische Leiter der Grünanlagen in Bitburg
Erschienen am: Dienstag, 01 November 2011 - ego Ausgabe 4
„Ich war schon immer der Natur sehr verbunden“
Die Grünanlagen in Bitburg sind für jeden Besucher ein Blickfang der Stadt. Dahinter steckt ein 11-köpfiges Team mit dem technischen Leiter Andreas Port. Er begann seine Arbeit 1990 bei der Stadt Bitburg als Gärtner. Seitdem er 1993 seinen Techniker in Garten- und Landschaftsbau machte, gestaltet er mit seinem Team die Grünanlagen in Bitburg. „Am Anfang haben wir viel gerodet und für mehr Pflan-zenarten gesorgt“, erinnert sich Port. Jetzt blühen mehrjährige Stauden, wie Mädchenaugen und andere als Leitpflanzen, die in den saisonalen Wechselflor integriert wurden. „Das senkt die Kosten, da man die Anzahl der saisonalen Blumen reduzieren kann“, erklärt Port. Viele Pflanzen überwintern im eigenen Folientunnel. Ausgewählte Flächen der Innenstadt, unter anderem auch die Kreisverkehre, werden dreimal im Jahr zum Teil in den Farben des Stadtwappens Blau-Gelb-Rot bepflanzt. Zum Bedamarkt blühen verschiedenste Zwiebelpflanzen, nach den Eisheiligen ist der Sommerflor an der Reihe, den Jahresabschluss setzen wir dann im Oktober mit der Herbstbepflanzung. Die Autofahrer in der Autostadt Bitburg erfreuen sich das ganze Jahr über die Pflanzengestaltung der Kreisverkehre.
Text: Eifelbetty
Karl-Peter Götz ein Feuerwehrmann aus Bitburg
Erschienen am: Dienstag, 01 November 2011 - ego Ausgabe 4
„Ich war Feuerwehrmann mit Leib und Seele.“
In der Nacht zum Einsatz und morgens zur Arbeit. Das war das Leben von Karl-Peter Götz, der 48 Jahre bei der Feuerwehr Bitburg war. Im April gab er mit 62 Jahren sein Ehrenamt ab. Für ihn ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, als er 1963 zur Freiwilligen Feuerwehr Bitburg ging. 1978 kam er als Gerätewart auch beruflich zur Feuerwehr. Für diese Stelle musste er aus seinem gerade erst neugebauten Haus ausziehen und in der Feuerwehrwache wohnen. Das war Vorschrift. Vor zwei Jahren ist er wieder in sein Eigenheim gezo-gen. 30 Jahre lang war er ständig in Rufbereitschaft. Eine Woche beruflich und eine Woche ehrenamtlich. Wenn es brannte, einen Unfall gab oder ein Wespennest ausgehoben werden musste, Götz war immer erreichbar. Außer im Urlaub. „Das hat mir nichts ausgemacht. Ich helfe gerne anderen Menschen in Not“, sagt Götz. Manche kommen sogar zur Feuerwache und bedanken sich. Heute genießt er die Altersteilzeit und widmet sich seinem Hobby, dem Sporttauchen. „Ich kann gut damit leben, nicht immer im Einsatz zu sein, aber wenn sie mich brauchen, dann fahre ich hin“, sagt Götz mit einem Lächeln.
Text: Eifelbetty
Anita Brügmann pflegt seit sechs Jahren ihren Mann in Biersdorf
Erschienen am: Dienstag, 01 November 2011 - ego Ausgabe 4
„Solange ich mit meinem Mann auskomme und gesund bleibe, bin ich richtig zufrieden.“
Anita Brügmann ist mit 17 Jahren aus dem Erzgebirge in den „Westen“ gegangen, lebte 44 Jahre in Düsseldorf, bis sie 1999 mit ihrem Mann nach Biersdorf zog. Vor sechs Jahren fiel ihr Mann am Tisch langsam zur Seite. Diagnose: Gehirnschlag. Zwei Monate besuchte Brügmann ihn täglich im Krankenhaus. Sie musste immer mit dem Bus nach Trier, weil sie keinen Führerschein hat. “Ich war total auf meinen Mann fixiert. In meinem Kopf war nur noch Luft“, erinnert sich die heute 72-jährige. Nach zwei Monaten war das schlimmste überstanden. Dann gab sie ihren Mann für 6 Monate ins Altersheim, um sich auf die neue Situation einzustellen. Bis heute pflegt sie ihn mit Hilfe der Sozialstation zu Hause. „Er hatte Tränen in den Augen, als er sein eigenes Zimmer wieder sah“, sagt Anita Brügmann. Dort stehen seine Mineralien im Regal, die er sich mit dem Mikroskop öfter anschaut. Ihr Mann machte mit den Jahren große Fortschritte. Heute kann er sogar ein paar Schritte laufen. „Ich weiß nicht, was er alles lesen und verstehen kann,“ sagt sie. Deshalb gibt sie ihren Mann nicht gerne in die Kurzzeitpflege und verreist so wenig wie möglich.
Text: Eifelbetty



